Normalerweise mache ich sowas ja nur ungern auf meinem Blog, aber in diesem Fall…
Sollte jeder mal dieses Video gesehen haben. Nicht, dass nachher einer sagt, er wusste nichts davon. Oder so.
Als ich am Freitag morgen (22. Juli 2011), dem letzen Tag vor meinem Urlaub aufwachte, fand ich einen von mir selbst geschriebenen Zettel auf dem Schreibtisch: „Denk an deine Schwimmhose.“
Klar, für mich ging es nach der Schule direkt zum Flughafen und dann nach Spanien zu meiner Tante.
Mein restliches Gepäck hatte ich schon im Vorabend Check In abgegeben. (nachdem ich geschlagene 2 Stunden in der Schlange gestanden habe und erstmal ne ordentliche Parkgebühr blechen musste).
Die Schwimmhose schnell ins Handgepäck gepackt und ab mit der Tasche zum Unterricht (ich wollte mir die Unterrichtsmaterialien dann einfach in den Urlaub mitnehmen, lernen würde ich zwar sowieso nicht, aber bevor ich dann nochmal in mein Zimmer laufen muss…).
Hier noch 2 Stunden bei Fr. Sagel zum Thema „Pat. mit Sexualstörungen pflegen“ abgesessen, ihre Penis-Zeichnungen eingesteckt und schnell noch die Evaluation des Blockes durchgeführt.
Um halb 12 wars dann endlich soweit, Nadine nahm mich mit zum Flughafen Düsseldorf.
Ich gab ihr einen Kaffee im Starbucks aus. Da fiel uns an der Anzeigetafel auf, dass mein Flug AB9844, welcher eigentlich um 15:05 Uhr nach Palma de Mallorca abfliegen sollte, erst um 16:35 Uhr fliegen wird (ich hätte um 18:20 Uhr einen Weiterflug nach Alicante gehabt). Das bedeutete dann wohl eine lange Wartezeit. Mit Nadine, bin ich dann zum Infoschalter meiner Fluggesellschaft, wo man mir versichterte, dass ich meinen Anschlussflug trotzdem noch bekommen würde (wie auch immer das bei mehr als 2 Stunden Flugzeit funktionieren sollte). Anschließend zeigte mir Nadine noch eben, wo ich Batterien für meinen MP3-Player erwerben konnte (die haben da wirklich ‘nen ReWe im Flughafen o.O) und verabschiedete sich dann.
Mit gemischten Gefühlen ging ich durch die Kontrollen durch (und das sogar ohne abgefummelt zu werden) in den gesichterten Bereich.
Es waren jetzt 12:30 Uhr. Das bedeutete nur noch eine Wartezeit von 4 Stunden. Super.
Die erste Stunde brachte ich mit einer C’t ganz gut über die Bühne. Als ich dann allerdings meinen Kopf von der Zeitschrift in meiner Hand erhob, bemerkte ich ganz klar, dass dieser Tag unter keinem guten St…ach was solls, ich hab ja Urlaub, dachte ich. Dann fliegt die Maschine eben erst um 17:00 Uhr los. Denn diese würde sich um eine weitere halbe Stunde verspäten, wie mir die Anzeigetafel verriet.
Ich hatte ja jetzt 8 Batterien mehr für meinen MP3-Player, damit konnte ich mir ja sicher die Zeit vertreiben. 14:34 Uhr. Und jetzt? Mir ist langweilig, dachte ich. Dann lauf ich eben einfach mal auf die Toilette. Ich musste nicht wirklich, aber sinnloses herumlaufen schlug sicher auch die Zeit tot.
15:45 Uhr. Ich stand von meinem Platz auf und wollte wieder herumlaufen. Da kam plötzlich eine Durchsage: „Wenzel, Krönke, bitte zum Schalter B77, Wenzel, Krönke, bitte zum Schalter B77.“
Na endlich passiert was! … Am Schalter angekommen, stellte ich fest, dass ich scheinbar nicht der einzige war, welcher über Palma nach Alicante wollte. Gut, wir waren zu zweit. Caroline Wenzel wollte zu ihrer Mutter nach Alicante fliegen.
Man teilte uns mit, dass wir den Weiterflug nach Alicante verpassen würden (ja, wer hätte das gedacht?
), man würde uns von Palma nach Valencia fliegen (na toll, und wo liegt jetzt das bitte wieder?
) und von dort aus mit einem Bus (wenn man die da so nennen kann) nach Alicante fahren. Klang nach mehr Abenteuer, als ich für meinen Urlaub geplant hatte. Man teilte uns auf Nachfrage mit, dass wir um ca. 19:35 Uhr in Valencia landen würden. Außerdem sagte man uns, unser Gepäck würde ebenfalls nach Valencia umgeleitet werden.
Als „Entschädigung“ gab man uns beiden dann jeweils einen Gutschein im Wert von 10€, welcher auf dem gesamten Flughafen gültig sein sollte.
Da Caroline kein Handy dabei hatte (ich glaube, den Fehler das Handy im Urlaub einfach mal zu Hause zu lassen, wird sie nie wieder machen), ließ ich sie von meinem aus ihre Eltern anrufen.
Anschließend entschlossen wir uns beide, mal in der Buchhandlung vorbeizuschauen, damit wir auch was für den langen Flug zu lesen hatten. Leider mussten wir an der Kasse feststellen, dass der Gutschein ungültig war. Da in einer Durchsage die Boarding time für den Flug AB9844 angekündigt worden war, hatten wir auch keine Zeit mehr, uns einen gültigen Gutschein zu besorgen. Nun gut, wir stellten uns in die Schlange. Als der Mann am Schalter meine Boardkarte durch den Scanner laufen ließ, spuckte der Scanner nur aus, dass diese ungültig sei (an dieser Stelle fragte ich mich, ob ich wohl jemals in Alicante ankommen würde). Nun gut, einige Telefonate später ließ er mich einfach passieren. Er rief mir noch hinterher, ich solle mich in Valencia beim Infoschalter meiner Fluggesellschaft melden.
Ich setzte mich auf meinen Platz hinten im Flieger. Mein Sitznachbar packte eine i’X aus, wir mussten beide lachen, als er meine C’t sah. Kurz darauf gingen auch schon 2 Damen mit einem Essenswagen rum und verteilten Gratis-Sandwiches. Als die Damen an unserer Reihe ankamen, wurde diese einfach übersprungen und der nächsten Reihe weitergefragt (Jaja ich weiß, sowas kann passieren und das war sicher auch nur Zufall. Eine menge Zufälle sind das ja schon…xD).
Der Flug verlief wiedererwartend ruhig (bei meinem derzeitigen Glück rechnete ich schon mit ein paar gratis Schwimmstunden im Mittelmeer) und wir landeten auf Palma de Mallorca. Es waren jetzt 19:25 Uhr. Ich fragte mich, wie wir wohl binnen 10 Minuten von Palma bis Valencia kommen sollten.
Draußen sah ich, dass Caroline einen Mitarbeiter unserer Fluggesellschaft, welcher sogar Deutsch konnte (naja, Malle eben) abgefangen hat. Super, der kann uns bestimmt weiterhelfen. „Ja, wir wissen schon bescheid, stellen Sie sich bitte da vorne am Schalter an, dort bekommen sie die neuen Boardkarten, Richtung Valencia.“
Jo. Wir standen ca. 15 Minuten an, bis der Mann wieder auf uns zukam: „Haben Sie sich am Schalter noch nicht ihre Boardkarten geholt? Sie können ruhig vorgehen.“
Ok, dachten wir, das Blatt wendet sich: Boardkarten kassieren und als erste in den Flieger kommen. Leider war hinter dem Schalter dann eine weitere Schranke, an welcher wir nochmal ca. 10 Minuten anstehen mussten.
Der Flieger startete um 20:15 Uhr (Tja, war wohl nichts mit 19:35 Uhr in Valencia sein
).
Zu Beginn des Fluges kamen zu den üblichen Durchsagen, eine weitere des Piloten: “[...] Ich möchte mich hiermit für unsere derzeitige Entschuldigung verspäten…öhm…krrz”, die Ansage wurde unterbrochen, im Flug ging ein schallendes Gelächter umher:”Ich meinte, ich möchte mich für unsere derzeitige Verspätung entschuldigen…[...]“.
Während des Fluges hatten wir aber wenigstens eine schöne Aussicht. Dieser dauerte eine Stunde. Um 21:15 Uhr landeten wir dann in Valencia.
Schnell noch auf Toilette und dann sind wir auch schon zum Band der Gepäckausgabe, in der Hoffnung, wenige Minuten später unsere Koffer in unseren Händen zu halten. Das Band lief und lief und lief..und stoppte irgendwann. Von unseren Koffern bisher keine Spur. “Ach, da kommt bestimmt noch ‘ne 2. Ladung”, sagte ich. Caro guckte mich schon ungläubig, fast spöttig an. Leider war dem nicht so.
15 Minuten später waren wir dann am Infoschalter unserer Fluggesellschaft und schilderten unseren Fall (Ja, die konnten Deutsch
).
Man wies uns an, uns am Schalter von “FlightCare” zu melden, die wüssten, wo unsere Koffer sind und dort würde auch ein Transportmittel für uns hinbestellt werden.
10 Minuten Später (Es waren ca. 21:45 Uhr) wurde uns am FlightCare Schalter mitgeteilt, dass unsere Koffer in Alicante seien (wie zum Teufel kommen die dahin, wenn wir nur bis Valencia geflogen werden konnten? O.o ). Uns wurde ein Taxi bestellt, welches uns zum Aeropuerto de Alicante bringen sollte.
Gegen 22:00 Uhr traf der Taxifahrer (welcher natürlich nur spanisch konnte) ein. Während der Fahrt schlief Caro, ich saß vorne und versuchte mich mit Händen & Füßen mit dem Taxifahrer zu unterhalten, damit dieser nicht einschlief. Wir kamen unterwegs an Terra Mitica & 2 Mount-Points vorbei, an welcher der Taxifahrer ca. 20 € zahlte. Insgesamt zahlte unsere Fluggesellschaft aber einiges mehr an das Taxiunternehmen (~280€).
In Alicante angekommen, trafen wir auf jeweils unsere Eltern. Jetzt mussten wir nur noch in den gesicherten Bereich, unsere Koffer bei FlightCare abholen. Dachten wir. Carolines Koffer war dort tatsächlich zu finden (wie auch immer dieser dahin kam, wenn sie ja nur bis Valencia geflogen werden konnte), meiner nicht. Auf Nachfrage, führte die Dame am Schalter einige Telefonate durch. Sie teilte mir mit, dass mein Koffer noch in Düsseldorf sei (ich dachte in diesem Moment, ich falle vom Glauben ab o.O!). Wieso auch immer mein Koffer, trotz Vorabend Check-In (!!!) in Düsseldorf war, wenn ich doch in Alicante…ach was solls, dachte ich. Mehr schief gehen konnte ja nicht. Es waren immerhin schon 00:45 Uhr. Ich war müde. Sowas würde ich wegstecken. Wegen sowas würde ich mich nicht aufregen…wahrscheinlich mehr wegen der Müdigkeit, als wegen meiner Selbstbeherrschung.
Ich traf am 23. Juli 2011 um 03:00 Uhr in der Nacht beim Haus meiner Tante ein. Mein Koffer wurde mir erst um etwa 20:15 Uhr nachgeliefert.
Ich hoffe, mein Rückflug wird nicht so abenteuerreich. Wobei ich ja coole neue Leute kennengelernt habe.
Es wird immer viel geredet, aber leider zu wenig getan. Auf Michael Kann trifft das allerdings nicht zu: Seit 2002 unterstützt er die Organisation Weisser Ring e.V. mit dem jährlich stattfindenden Nikolaus Budo Lehrgang in Forchheim. Dieser ist die älteste und größte europäische Benefizveranstaltung mit dem Ziel, Gewaltopfern zu helfen und jungen Menschen sinnvolle Möglichkeiten zu bieten ihre Aggressionen auf eine richtige Bahn zu lenken.
Der Nikolaus Budo Lehrgang kann von jedem Interessierten auch in diesem Jahr am 4./5. Dezember kostenlos besucht werden. Man bittet dort lediglich um eine persönliche Spende für den Weißen Ring e.V..
Der Weiße Ring hilft mit den Spenden u.a. Gewaltopfern, welche sich im Unterschied zu vielen Kampfsportlern nicht selbst verteidigen konnten. Außerdem unterstützt die deutsche Gewaltopferhilfe soziale Projekte zur Gewaltprävention, wie etwa das Errichten von Fitnessräumen in Schulen, Jugendzentren uvam. um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, weg von der Straße zu kommen und ihre Freizeit sportlich, aktiv und sinnvoller zu gestalten, als wie diese auf der Straße zu verbringen.
Wer mehr erfahren möchte, kann sich auf www.nikolaus-budo-lehrgang.de weiterinformieren.
Nun ist es schon 4 Tage her, als sich 420 Menschen am 27. März auf der JKA Karate Europameisterschaft behaupteten. Nicht nur die Teilnehmer, sondern auch deren Familien, Freunde und Fans reisten aus rund 30 Nationen – von Italien über Frankreich, Spanien und Schweden, bis hin zu Maroco – an, womit etwa 1.000 Gäste anwesend waren.
![]()
Dieses Jahr fand die Europameisterschaft wieder in Deutschland statt und genau wie die EM 1997 und die Weltmeisterschaft 1999 wieder in Bochum.
Ausrichter dieses Tuniers war in diesem Jahr das Karate Dojo Okinawa-te Wattenscheid.
Bilder zu diesem Tunier gibt es im Westen zu sehen, einen ausführlichen Bericht in den Ruhrnachrichten.
Nach reichlicher Überlegung und vielem rumspielen mit verschiedenen CMS und Blogsoftware, ist Vibora.de dann doch bei WordPress geblieben – allerdings mit einem neuen Design¹ und einem neuen Slogan.
Diese Veränderung soll auch die neue Richtung für Vibora zeigen – kein reiner Linux-Blog mehr, kein Blog, der sich ausschließlich mit open source Software auseinandersetzt. Hier sollen von nun an auch viele andere Dinge aus der IT-Welt platz finden.
¹das Design kann sich in den nächsten Tagen nochmal verändern, da die Farbauswahl noch nicht ganz stimmt.
Liebe Anwesenden,
wir haben heute schon mehrere Reden gehört.
Deshalb werden jetzt viele Zuhörer denken:
- Was will denn ein Schüler der Fachabiturienten denn noch sagen?
- Wann gibt es endlich etwas zu saufen?
- Diese Wichtigtuer am Rednerpult sagen doch alle etwas anderes als sie
wirklich denken.
- Hoffentlich hält er eine schöne Rede und blamiert nicht die ganze Schule.
Also will ich schnell zum Ende kommen.
Ich habe noch nie vor einer so großen Zuhörerschaft geredet. Es fehlen mir also
Erfahrung und Routine.
Ich weiß allerdings, dass Schülerbeiträge zu solchen Anlässen oftmals nicht nur
überaus höflich und dezent gehalten sind, sondern inhaltlich meist den Reden
anlässlich der Verleihung eines Filmpreises gleichen, nämlich:
Endlose und langweilige Danksagungen, die von allen Mitwirkenden als
zwingende Verpflichtung angesehen werden, aber in Wirklichkeit nur gähnende
Langeweile produzieren.
Dies könnte sich dann zum Beispiel so anhören:
Sehr geehrte Frau Schulleiterin, sehr geehrter Herr Rüttgers, liebe Lehrer,
liebe Eltern, Angehörige und Mitschüler,
wir haben es geschafft, wir haben endlich das Fachabitur und unseren Berufsabschluss bestanden. Vielen von uns wird der heutige Tag wie eine Erlösung vorkommen, denn es war ein harter Kampf.
Wir Schüler haben manchmal mit unserem Schicksal gehadert, die Lehrer haben
sich angesichts mancher Bockigkeit sicher die Haare gerauft.
Im Namen meiner Mitschüler danke ich deshalb allen Lehrern für ihre Fürsorge
und ihr Verständnis. Sie aller haben uns wie geschickte Lotsen durch die
Untiefen des schulischen Alltags geleitet, und sie mussten uns oft genug gegen
unseren Widerstand in die richtige Richtung lenken. Dafür unseren Dank.
…und so weiter und so fort. Wer eine solche Rede erhofft hat, mag hiermit
befriedigt sein.
Hemingway sagte einmal:
Die Jugend ist meist so allwissend, dass sie alles weiß, bis auf eines. Dass auch
einmal die Alten allwissend waren, bis sie wirklich etwas wussten.
Obwohl die Älteren unter Ihnen jetzt zustimmend nicken, möchte ich meinen
Vortrag trotzdem etwas unüblich gestalten, möchte danken ohne ständig
Dankeschön zu sagen und es mit Goethe halten:
Ich hör’ es gern, wenn auch die Jugend plappert. Das Neue klingt, das Alte
klappert.
Die Zusammensetzung der Anwesenden berücksichtigend, möchte ich deshalb
die folgenden Feststellungen treffen:
Es gibt gute und weniger gute…Schüler
Mit dieser Aussage verrate ich kein weltbewegendes Geheimnis. Tatsache ist:
- Dem einen fliegt alles zu, der andere muss für das gleiche Ergebnis aus
unterschiedlichsten Gründen hart arbeiten.
- Einige wollen nicht arbeiten und begehren ständig auf, andere schlittern so
gerade überall unauffällig durch.
- Da gibt es Schüler, die sich vorgegebenen Abläufen anzupassen verstehen
und diejenigen, die grundsätzlich erst einmal gegen alles sind.
Aber eines haben alle gemeinsam. Unabhängig davon, ob wir mit
einem guten oder schlechten Notendurchschnitt bestanden haben, können wir
zunächst einmal stolz auf uns sein. Nicht Eltern oder Lehrer können stolz auf
uns sein. Dritte können sich zwar mit uns freuen, stolz sein kann man immer nur
auf sich selbst. Streitereien untereinander sollten spätestens heute vergessen sein.
Und diejenigen, die es in diesem Jahr aus irgendwelchen Gründen nicht schaffen
konnten, werden einen anderen Weg einschlagen oder so viele Erfahrungen
gesammelt haben, dass der zweite Anlauf nicht so schwer sein sollte. Dazu
schon jetzt alles Gute.
Es gibt gute und weniger gute…Lehrer
So lange das Beamtentum auf Lebenszeit für Lehrer und die damit verbundenen
automatisierten Aufstiegschancen nicht durch eine in der freien Wirtschaft
übliche Leistungsbeurteilung ersetzt wird, kann sich hin und wieder auch ein
weniger guter Lehrer über lange Zeit halten. Wer allerdings gut oder weniger
gut ist, sieht jeder Schüler anders; und das ist auch gut so.
Im Vergleich zu anderen Schulen, die ich erleben durfte bzw. musste, habe ich
allerdings den Eindruck, dass die Quote der von der Schülerschaft als nicht so
gut bezeichneten Lehrer an dieser Schule erfreulich gering ist.
Vielmehr konnten wir gerade in der Oberstufe feststellen, dass fast alle Lehrer
zumindest das taten, wofür sie gut bezahlt werden. Darüber hinaus definierten
viele von ihnen den Begriff der pädagogischen Freiheit so, dass sie zu großen
Hilfen und sogar zu Freunden der Schüler heranwuchsen. Ein solches Verhalten
erkannte auch schon Feuerbach an als er sagte:
Tadeln ist leicht, deshalb tun es so viele. Mit Verstand loben ist schwer.
Ganz bewusst möchte ich heute namentlich keine Lehrer besonders
hervorheben. Dazu kenne ich nicht alle gut genug und würde ungerecht handeln.
Aber ich glaube, dass der heutige Tag jedem Schüler die Gelegenheit geben
wird, mit seinen Lehrern einige persönliche Worte zu wechseln.
Wir werden morgen die Welt offiziell nicht mehr als Schüler betreten können und werden uns auch nicht mehr tagtäglich sehen, um uns auf die Nerven gehen. Aber macht dies einen so essentiellen Unterschied aus? Werden wir nicht mehr die sein, die wir sind, nur wenn wir uns nicht mehr sehen? Wir haben Erinnerungen gesammelt, die wir wie Spielzeuge in einer Kiste für einen Umzug verstaut haben, und immer, wenn wir uns in der neuen Wohnung danach sehnen, drin rumwühlen können. Diese Kiste können wir stets zum Spielen wieder auspacken, so lange wir uns nur daran erinnern, dass es diese Kiste gibt. Egal, was aus uns wird, Freunde werden Freunde bleiben, drum habt Spaß am Leben und genießt den nächsten Lebensabschnitt. Wenn ich zum Schluss doch mal den Mathematiker und Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz zitieren darf: Das Integral über f von x in den Intervallen a und b ist gleich groß F von b minus groß F von a, oder anders ausgedrückt: Das Leben ist nur ein Traum, träumt es.
Noch ein kleines Geschenk an all’ Jene, welche diese Rede gerne noch einmal gelesen hätten.
Außerdem ein Dankeschön an Jean-Michel Ochmann, für das Mitverfassen dieses Werkes.
Als ich gerade auf der Straße stand, kam mir spontan die Idee, man solle in Zukunft weiße an Stelle von schwarzen Straßen und Dächern bauen, weil diese mehr Sonnenlicht und damit Wärme reflektieren und so weniger stark zur Klimaerwärmung beitragen. Außerdem könnte man im Dunkeln besser den Weg nach Hause finden
Gerade habe ich dann diese “Idee” mal gegoogelt und festgestellt, dass ich nicht der erste bin, der diesen Einfall hatte:
http://www.utopia.de/wissen/neuigkeiten/steven-chu-weiss-klimawandel-energie-staedte-autos-daecher
Scheinbar kam der US-Energieminister und Physik Nobelpreis-Träger Steven Chu auch schon auf diesen Gedanken:
“Streichen Sie die Dächer weiß, lackieren Sie Autos in hellen Farben und lassen Sie sie auf hellen Straßen rollen.”
Ich bin gespannt, wann es die erste weiße Straße geben wird.
Studie
Hier findet sich eine Präsentation mit wieteren Informationen aus einer Studie von Hasem Akbari:
Hashem Akbari: Global Cooling: Increasing World-wide Urban Albedos to Offset CO2
Links
http://www.guardian.co.uk/environment/2009/jan/16/white-paint-carbon-emissions-climate
http://www.utopia.de/wissen/neuigkeiten/steven-chu-weiss-klimawandel-energie-staedte-autos-daecher
(Foto: Iwan Gabovitch)