Jeder der bereits in den Genuss einer Stage3 oder wenn nicht sogar einer Stage1-Installation gekommen ist, wird glücklich über ein Stage4-Archiv sein. Dieses ist ein Archiv, welches all’ jene Programme enthält, die man selbst verwendet.
Die Erstellung eines solchen Stage-Archives könnte man auch als “Backup” bezeichnen. Hierdurch erspart man sich lange Kompilierzeiten, sollte man den Rechner denn einmal neuaufsetzen wollen.
So wirds gemacht…
Die Distfiles kann man optional rausnehmen:
tar –no-ignore-case -cvjpf stage4-datum.tbz2 / –exclude=/dev/*
–exclude=/sys/* –exclude=/proc/* –exclude=/var/tmp/*
–exclude=/var/log/* –exclude=/usr/portage/distfiles/*
–exclude=/home/* –exclude=/opt/*
/proc sowie /dev mitzupacken wäre sinnfreie Platzverschwendung. /home und /opt habe ich mit Absicht mal rausgenommen – obwohl dies ja hier optional ist.
Da hier vermutlich (nach einigen Stunden) einige Gigabyte zusammenkommen werden, bietet es sich natürlich an, das Stage4-Archiv zu splitten, um es ggf. auf einen externen Datenträger zu sichern:
tar cpvf – / | split -b 1000m – stage4-`date`.tar”
…Stage4 wieder installieren…
Um nun mithilfe unseres erstellten Archives eine Stage4-Installation durchzuführen, müssen wir folgendes über eine Gentoo-Live-CD (bzw. Gentoo-mini-install-disk) machen:
mount /dev/xdyA /mnt/gentoo
mount /dev/xdyB /mnt/gentoo/boot #falls erforderlich!
tar -xvjpf stage4-datum.tbz2 -C /mnt/gentoo/
mount -t proc none /mnt/gentoo/proc
mount -o bind /dev /mnt/gentoo/dev
chroot /mnt/gentoo /bin/bash
env-update && source /etc/profile
Hat alles soweit funktioniert, so muss man noch den Grub installieren:
grub-install –no-floppy /dev/xdy
Ist auch dieses erledigt, so kann man nun den Rechner neu starten und sollte sich in seinem zuvor erstellten Gentoo wiederfinden.